29.09.2026 Dienstag im Stammlager Auschwitz 1

Früh mussten wir aufstehen, um unseren Termin zur Besichtigung des Lager 1 in Auschwitz einhalten zu können. Frühstück um 07:00Uhr ist zumindest später als es die Schülerlein im Waldheim gewohnt waren. Vor dem Hauptlager reihten wir uns in die Massen von Besuchern ein, um festzustellen, dass wir die doppelte Ausfertigung unserer Eintrittskarten im Bus vergessen haben. Und dieser bewegte sich jetzt zum Bussparkplatz, der ein wenig entfernt liegt. Aber dank den genialen Eingebungen unserer Chefin, die die Karten auf dem Handy hatte, einer Schere und wohl freundlichen Mitarbeitern im Büro hielten wir unsere Karten in Händen. Nunmehr ging es durch die Sicherheitskontrollen in das Lager 1. Wir durchschritten das Tor mit der zynischen Aufschrift „Arbeit macht frei“ und erhielten viele Informationen zu einer Zeit, in der das Grauen für Millionen von Menschen leibhaftig wurde. Dieses Grauen manifestierte sich für uns in unzähligen Ausstellungsstücken, wie Kleidung, Schuhe, Koffer und sogar Haare von in Auschwitz und Birkenau getöteen Häftlingen. Einige der Projektteilnehmer überwältigte die Vorstellung der grauenhaften Behandlung von Menschen so, dass sie den Besuch unterbrechen mussten. So mit Eindrücken angefüllt nahmen wir unser Mittagessen ein.

Am Nachmittag führten wir noch einen Workshop durch, der Schicksale von Sinti und Roma im Lager Auschwitz  zum Thema hatte. Unsere Schüler erarbeiteten in Kleingruppen eine Führung für die anderen Teilnehmer und füllten so den Rundgang durch die Ausstellung mit Leben. Uns wurde vor Augen geführt, dass die Verbrechen des NS-Regimes in der  Zeit des Nationalsozialismus sich nicht nur auf die jüdische Bevölkerung beschränkte, sondern dass wie die Sinti und Roma auch viele andere Menschen verfolgt, interniert und ermordet wurden.

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