Mittwoch, 30.09.2026 – Vernichtungslager Birkenau

Heute steht der Rundgang durch das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau auf dem Plan. Unsere Besuche in Oświęcim führten uns am Vortag bereits mehrfach am Lager vorbei und man konnte die gigantischen Ausmaße erahnen. Der Komplex umfasst 175 Hektar, was einer Fläche von knapp 250 Fußballfeldern entspricht. Nun leitete uns die Führung zu Fuß durch das Lager und wir konnten die Ausmaße körperlich spüren. 

Hölzerne Baracken wurden nach dem 2. Weltkrieg für die Besucher rekonstruiert oder teils neu erbaut. Unser erstes Ziel war eine Sanitärbaracke, in der die Häftlinge in langen Reihen ohne Trennwände nebeneinander ihre Notdurft zweimal am Tage in kürzester Zeit und unter schmerzhaften Hieben verrichten mussten. 
Unser Weg führte uns dann über die Entladerampe hin zur Gedenkstätte, an der Tafeln in vielen Sprachen der Opfer mit der Aufschrift „Dieser Ort sei allezeit ein Aufschrei der Verzweiflung und Mahnung an die Menschheit, hier ermordeten die Nazis etwa anderthalb Millionen Männer, Frauen und Kinder, die meisten waren Juden aus verschiedenen Ländern Europas. Auschwitz-Birkenau 1940–1945.“ zu finden sind.

Gesprengte Gaskammern, Aschegräben für die verbrannten Opfer, „die Sauna“ mit den Fotos von Opfern und auf dem Rückweg auch eine steinerne Baracke im ehemaligem Frauenlager suchten wir auf. Diese Baracken wurden aus den abgetragenen Gebäuden der zwangsumgesiedelten Dorfbevölkerung errichtet An den Aschegräben legten wir eine Schweigeminute ein, um den Opfern zu gedenken.

Am Nachmittag stand das jüdische Museum in  Oświęcim auf dem Programm und danach gab es noch ein wenig freie Zeit, um den Ort ein wenig zu erkunden. Nach dem Abendessen gab es eine Reflexionsrunde und Lenno führte noch Gespräche mit Teilnehmern des Projektes, bei denen die Eindrücke aus den Besuchen geschildert wurden.

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